Notbremsung zwischen Postbauer-Heng und Ezelsdorf

Ein Vorfall im Regionalverkehr hat am Abend für ein Großaufgebot von Rettungskräften, Bundes- und Landespolizei sowie mehreren Feuerwehren aus der Umgebung gesorgt.


Was ist passiert?

Ein Regionalexpress war auf der Strecke unterwegs, als es während der Fahrt zu einer unerwarteten Schrecksekunde kam. Laut Polizeiangaben hatte eine offensichtlich alkoholisierte Person die Notentriegelung einer Waggontür betätigt und den Zug gestoppt. Der Lokführer reagierte geistesgegenwärtig mit einer Notbremsung, da zunächst befürchtet werden musste, dass ein Fahrgast während der Fahrt aus dem Zug gestürzt und in den Gleisbereich geraten war.

Umfassende Suchaktion mit Hubschrauber

Umgehend wurde eine großangelegte Absuche der Bahnstrecke eingeleitet. Neben Einsatzkräften zu Fuß, die den gesamten Bereich vom letzten Standort des Zuges bis zum Bahnhof Postbauer-Heng kontrollierten, war auch ein Polizeihubschrauber mit moderner Wärmebildkamera und starkem Suchscheinwerfer im nächtlichen Einsatz. Gleichzeitig überprüften die Helfer das Innere des betroffenen Regionalzugs.

Entwarnung und Folgen für den Bahnverkehr

Die akribische Suche brachte schließlich Erleichterung: Es wurde glücklicherweise keine vermisste oder verletzte Person im Gleisbett entdeckt. Dennoch forderte der Vorfall seinen Tribut: Der Lokführer stand nach dem Vorfall unter Schock, wurde vom Rettungsdienst medizinisch betreut und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.
Für die Dauer der Rettungs- und Überprüfungsmaßnahmen musste der Streckenabschnitt für rund eine Stunde komplett gesperrt werden. Im Anschluss blieb für zwei weitere Stunden jeweils ein Gleis gesperrt, was im regionalen Zugverkehr zu spürbaren Verspätungen und Einschränkungen führte.

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